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Individuelle Unterschiede und Lernstrategien

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2. Begriffsbestimmung

Wie ich schon erwähnt habe, wird es in meinem Referat mehr um die formaleren Zusammenhänge zwischen individuellen Unterschieden und Lernstrategien gehen. Dabei wollen wir davon ausgehen, daß der Term Strategie mehr die generellen oder formaleren Aktivitäten des Lernenden beinhaltet und der Term Taktik eher die spezifischeren - also weniger formalen - Aktivitäten. Hier könnt ihr schon erkennen, daß meine vorangestellten Überlegungen mehr der Taktik als der Strategie zugeordnet werden können. Sieht man diese beiden Begriffe auf einer gemeinsamen Verhaltensdimension, so könnte diese von spezifisch bis generell bezeichnet werden; anders ausgedrückt: verschiedene Taktiken bilden eine individuelle Strategie. Noch weiter betrachtet beinhaltet die Verwendung bestimmter Lernstrategien einen bestimmten Lern-Stil, den man demzufolge als die in diesem Zusammenhang formalste Betrachtungsweise bezeichnen kann (Abbildung 1). Abbildung 1: Zusammenhang Stil, Strategie und Taktik

Ein weiterer Punkt der noch berücksichtigt werden muß, ist der, was Lernen eigentlich beinhaltet. Jeder von uns hat eine gewisse Auffassung darüber, was dieser Begriff bezeichnet, doch mit der Definition fällt es uns meistens schwer. Schmeck sieht Lernen als ein Nebenprodukt des Denkens an und macht es somit abhängig von der Qualität unserer Denkprozesse, wo man schon erkennen kann, daß die individuelle Variable einen ent-scheidenden Einfluß ausübt. Seiner Meinung nach sind also diejenigen Lernstrategien die effektivsten, die am besten den eigenen Lernprozessen angepaßt bzw. auf sie abgestimmt sind. Levin (1982; in Schmeck, 1988) teilt Lerntaktiken in einerseits memory-directed (Gedächtnis-direkt) und andererseits comprehension-directed (Vertsändnis-direkt) ein. Die memory-directed Taktiken beinhalten seiner Meinung nach Prozesse wie Speicherung und Abruf; die comprehension-directed Taktiken Prozesse die versuchen den Geist oder Sinn einer Idee und der Beziehungen von Ideen untereinander nachzugehen bzw. zu verstehen. Wenn ich diesen Gedankenfaden weiterspinne, so kann man diese beiden Dimensionen fast auf den in der kognitiven Psychologie verwendeten Begriffen konvergentes und divergentes Denken anwenden (Abbildung 2). Abbildung 2: Lern-Taktiken in Anlehnung an Levin (1982)

 


  
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