Abbildung 5: Lern-Stile nach Schmeck
(1983)
Betrachtet man das Modell von Schmeck auf der Ebene der Lern-Strategien
so zeigt sich wiederum ein erstaunliches Ergebnis (Abbildung 6).
Gleiches kann für die Lern-Taktiken und das Lern-Ergebnis gelten
(Abbildungen 7 und 8).
Abbildung 6: Lern-Strategien nach Schmeck (1983)
Abbildung 7: Lern-Taktiken nach Schmeck (1983)
Abbildung 8: Lern-Resultat nach Schmeck (1983)
Schmeck (1988) meint zu seinen Ergebnissen zusammenfassend:
Die "shallow" Personen zeigen verstärkt "memory-directed" Techniken;
"deep" und "elaborative" vorgenhende Personen dagegen mehr
"comprehension-directed" Techniken. Jedoch kann davon ausgegangen
werden, daß keine der genannten Strategien als alleinige genutzt wird,
sondern vielmehr alle Bestandteil des Lernrepertoires einer Person zu
zählen sind.
Ich finde der zuletzt genannte Punkt ist der entscheidendste! Zieht man
den "levels-of-processing"-Ansatz von Craik & Lockhart (1972) zu Rate,
so kann man diesen Punkt leichter verstehen. Andererseits zeigt er aber
auch wie sinnlos eine Forschung auf diesem Gebiet sein kann, denn es hängt
anscheinend überwiegend von der Situation ab welche Lernstrategie gewählt
wird. Manchmal reicht es aus eher shallow zu lernen, andererseits muß man
aber auch deep lernen. Solche Situationen sind dann gegeben, wenn man zum
Beispiel in einem neuen Gebiet einsteigen will, von dem man bisher wenig
gehört hat bzw. erfahren hat. Ist man hingegen in einem Gebiet schon
ziemlich bewandert, so reicht es aus seine Kenntnisse "locker und leicht"
shallow-artig aufzufrischen. Spinnt man den Faden weiter, kann geschlossen
werden, daß die Anwendung einer Lernstrategie abhängig ist von dem Vorwissen
(wozu auch Vorerfahrungen mit Lerntechniken und Lernaufwand zu zählen sind).
Andere Faktoren sind natürlich die Gedächtniskapazität und die
Verarbeitungsgeschwindigkeit. In diesem zweiten Punkt wirken dann auch die
entsprechenden Persönlichkeits-, erfahrungsabhängige Motivations- und
entwicklungsbedingte Faktoren entscheidend mit. Abbildung 9 soll dies
veranschaulichen.
Abbildung 9: Über den Zusammenhang zwischen den einzelnen Faktoren
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